Tourenwagen Ikonen zum Anfassen - auf welche historischen Autos ihr Euch in SPA freuen dürft.
In der Golden Ära werden die Epochen des Tourenwagensports kultiviert. Das ist das Credo der Serie, die bereits im zehnten Jahr seit ihrer Gründung 2015, fest im historischen Kalender etabliert ist. Wenn es sich bei den Rennwagen dann um Exemplare handelt, die seinerzeit schon in den von uns so geliebten Serien eingesetzt wurden, dann ist dies für alle von uns definitv das Salz in der Suppe. Absolutes Sahnehäubchen obendrauf allerdings ist die Teilnahme der Kutscher von einst, so wie Roland Asch, Kris Nissen, Altfrid Heger, Volker Schneider, Stefan Mücke und Co., die regelmäßig zum Lineup der Tourenwagen Golden Ära gehören, und ohne die alles nur halbsoschön wäre.
Wir wollen uns mit diesem Beitrag einmal nur den Autos zuwenden, die seinerzeit schon in der DRM, DTM, STW, WTCC oder in deren jeweiligen internationalen Ablegern gefahren sind. Auch wenn diese Originale mit ihrem damailen Auslieferungszustand oftmals nicht mehr viel gemein haben, da sie im Laufe ihres Rennwagenlebens vieles durchstehen mussten. Doch sie zählen aufgrund ihrer Geburtsurkunde, Ihres Wagenpasses oder wegen ihrer damaligen Chassisnummer zu den sogenannten "Originalfahrzeugen". Wir sollten erwähnen, das es mittlerweile Repliken gibt - also Fahrzeuge, die dem Stand der jeweiligen Serei von damals entsprechen, die autenthischer aufgebaut sind, als das Original selbt. Daher ist das Thema müßig und bietet viel Raum für Diskussion. Wir allerdings kennen unsere "Pappenheimer" schon viele Jahre und präsentieren Euch im Folgenden die "Originalautos", die vom 29.-31. August in SPA bei der Tourenwagen Golden Ära zu bewundern sein werden:
Wir starten mit Lokalmatador Olivier Meuerens aus Belgien, der mit einem WTCC Seat Leon 2005 ex Tarquini an den Start geht. Der Seat schöpft seine Kraft aus knapp zwei Liter Hubraum und leistet viel mechanischen Grip auf der vorderen Antriebsachse. Das Paket funktioniert in SPA besonders gut, was sich im letzten Jahr einem Gesamtpodium in Rennen 2 bereits angedeutet hat.
24h SPA Siegerauto 1988 BMW E36 Superproduction ex Duez, van de Pole, Gudini. Was wie ein Märchen klingt ist Tatsache. Dieses bei der Golden Ära von Stefan Klinkhammer eingestzte ex JUMA Racing Auto ist das Winnercar 1998! Nach kostenintensiven Jahren mit STW und Co. bis 1997 wurde von zurückgerüstet. 240 PS aus 6 Zylinder bei ca. 10.000 U/Min, ein Mix aus Gruppe N und Gruppe A (spätere Basis für DTC) reichten dem Traditionsrennstall für den Gesamtsieg. Fahrer heute: Wahl-Schwede Stefan Klinkhammer für GTS Motorsport.
Steffan Irmler bewegt zusammen mit Teamkollege Volker Strycek dieses Stück DTM Geschichte. Ein Opel Kadett GSI 16V aus dem Jahr 1990 sorgte bereits am OGP für einen starken Podiumsplatz in der heiß umkämpften "Early DTM" Klasse. Steffan verfügt über eine starke Fanbase über die Landesgrenzen hinaus, da er sich für historischen Tourenwagensport als Lieferant für sonst nicht mehr verfügbare Leichtbaufelgen verdient macht und als Funktionär in Diepholz seit Jahren historischen Motorsport kultiviert.
Mit Christian Küberl kommt eine der erfolgreichsten Tourenwagen überhaupt zurück an seinen Ursprug: Ein BMW M3 E30 Gruppe A. Der Wagen wurde 1991 von Bervid für die 24h SPA auf Rohkarosse aufgebaut und erfolgreich eingesetzt mit den Fahrern Bervid, Enge & Leidekerke. Küberl setzt den Wagen seit 2022 bei uns ein und lässt sich das Rennen in SPA nie entgehen. Der M3 leistet satte 320 PS aus 2,3 Litern Hubraum - mehr geht nicht in der Klasse "Early DTM".
Auf Basis eines originalen ex ETCC Gruppe A Chassis entsteht bei Asch Motorsport erneut eine 24h Legende: Roland & Sebastian Asch bauen das Einsatzauto vom SPA 24h Rennen 1990 wieder auf. Das Castrol Eggenberger Racing Team Auto wurde hinter Team Schnitzer starker Dritter mit Roland Asch, Frank Biela & Thomas Lindström. Roland Asch beelegt hinter Sebastian Asch in der DTM Meisterschaft Platz 4. Stark!
Audi A4 STW 1996. Das Rasiermesser unter den Audis. 1085 kg treffen auf knapp 300 PS. Ähnlich scharf setzt Markus Reich dieses Stück Audi Motorsport Geschichte auch regelmäßig ein. Das Werksauto wurde einst von Philipp Peter im Supertourenwagen Cup eingesetzt sowie von Emanuele Pirro pilotiert. Der Vorarlberger Reich dominierte in der Rallye Cross Szene und setzt mit seinem Werksaudi die Karriere fort. Mit Platz 2 in der Gesamtwertung der STW Meisterschaft und STW Klassensieger geht er als Favorit nach SPA.
Mercedes Benz W201 DTM 190E 2.5 16V Klasse 1 - der heilige Gral für Mercedes Fans nach dem legendären Silberpfeil von Fangio. Dieses Werkschassis (Es gab nur etwa 60 Werks 190er überhaupt - 11 davon am Ende als Klasse 1), kam als EVO 2 in der DTM Saison 1992 erstmals zum Einsatz und wurde wie eine Handvoll anderer 190er vom Werk aus auf Klasse 1 nachgerüstet. Markus Wüstefeld pilotiert dieses Prachtexpemplar schon lange bei uns - zuweilen mit Mercedes Star Roland Asch. Ganz zur Verzückung der Fans. 370 PS aus 2,5 Liter Hubraum bei 1.000 kg,
Chevrotel Cruze WTCC 2011. Mit exakt diesem Auto Gewann Yvan Muller seinen dritten Weltmeisterschaftstitel. 1,6 Liter Turbomotor und kanpp 400 PS lauten die Erfolgsformel. Da der Cruze bereits 2009 homologiert war, darf Eigentümer Harry Bryzmann damit auch bei uns fahren. Das schöne daran: Yvan Muller serviciert den Wagen heute noch mit seinem Team und Harry ist glücklich. Der Wahl Elsässer wohnt nur einen Steinwurf von Muller entfernt. So bahnte sich an, was zusammen gerhört.
Audi Quattro zählte in dern DTM Jahren 1990 bis 1992 zu den Überfliegern. Doch bereits 1986 sorgte der Typ 200 in der DTM schon für Aufesehen. Als 200 Quattro turbo M86. Ein solches Modell setzte Winfried Philippe Adalbert Karl „Freddy“ Graf Kottulinsky Freiherr von Kottulin 1986 in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft ein. Heute domestiziert Anton Werner vom Team Maxi Klein wie kein zweiter die traditionellen Allradmodelle von Audi. Werner zählt als Rallye Urgestein selbst zu den Top Piloten. Neben ihm kommt aber - zur Frueude aller - auch ex DTM Legende Altfird Heger auf einem Schwestermodell zum Einsatz. Und das sehr erfolgreich. Heger steht in der DTM Meisterschaft auf Platz 2.
Peter Rikli und Honda Accord ETCC 2005. Eine Erfolgsstory. Denn Rikli ist selbst ex WTCC Pilot und trat mit seinem eigenen Accord erfolgreich in der European Touring Car Championship an. Nach ein paar Jahren Pause konzentriert sich das Schweizer Team auf den historischen Motorsport. Ganz zur Freude der Golden Ära Fans. Das beliebte und stets besonnene Team belegte 2024 Platz 1 in der STW Meisterschaft und ist in 2025 nach einigen technischen Scharmützeln auf Aufholjagd.
Unser Titelheld: Ein ex DTM BMW M3 E30 von 1992, der begehrte Letztstand mit 374 PS aus 2,5 Litern Hubraum. Für dieses Modell verzehren sich drei Generationen - slebst die ..rühmliche Gen "X": Danach wurde der S14 Vierzylinder in der Französischen Meisterschaft "Supertourisme" von J P Malcherder bewegt. Wer im Jahr 1992 dieses Schmuckstück bewegt hat, wird uns sein Besitzer und Fahrer Mars van de Brandt in SPA selbst erzählen. Sein Golden Ära Debut!
BMW E36 Supertouring 1995 ex Yvan Muller. Das Originale Werksauto wurde in der französischen Meisterschaft von Muller bwegt und zählt zu den schnellsten Zweiliterautos weltweit. Sein S42 Motor überzeugt mit knapp 300 PS bei 8.500 U/Min und gilt heute noch als "Waffe" auf schnellen Strecken mit schnellen Kurven. Jens Wagner kaufte den Wagen als Puzzle in Einzelteilen und setzte das Stück Zeitgeschichte mit Hingabe und Geduld und vor allem mit Hilfe von Schumacher Motorsport wieder zu dem was es heute ist. Wagner holte im OGP STW Revival einen Podiumsplatz im Regen. Respekt! In Spa hat er noch eine Rechnung offen. Wir drücken die Daumen.
Ex Dindo Capellos Volkswagen Vento STW 1992 - was klingt wie ein Sizilianischer Western ist in Wahrheit ein Stück Motorsport Zeitgeschichte des größten deutschen Automobilbauers. Das in Asien und USA beliebte Familienauto unterzog sich in Wolfsburg einer reinrassigen Rennsportkur und ging mit Capello auf Abenteuerreise. 280 PS schaffte der zweiliter 16-Ventiler bei Frontantrieb und verhilft Unternehmer und Familienvater Nico Ullmer heute zu Ehren, denn mit dem Vento STW zählt er zu den absoluten Exoten.
Belgien, SPA 1986. Ein Ford Sierra Gruppe N schrieb im 24h Rennen Geschichte. In den 90er Jahren zum Gruppe A Boliden hochgerüstet begleitet der erfolgreiche Tourenwagen seinen Besitzer Jan van Elderen an die schönsten Rennstrecken der Welt. Jan fährt schon seit 2016 bei uns ist im historischen Motorsport eine bekannte Größe. Sein Cossie leistet übrigens 380 PS aus 2 Liter Hubraum bei ca. 1.200 kg.
Forme 1 Fahrer Giancarlo Morbidelli nahm 1988 an der CIVIT - Italienische Tourenwagen Miesterschaft - teil. Das Traditionsteam Bigazzi setzte Ende der 80er Jahre den Benchmark neben Schnitzer. Morbidelli pilotierte erfolgreich die Startnummer #19. Heute pilotiert von Andre Nösse. Der Monte Shell M3 gehört als Wiederaufbau zu den autenthischsten "Recriations" überhaupt. Die Chassisnummer teilt er sich mit einem Schwesterauto, dass in UK eingesetzt wird. Die "Mehrfachverwendung" von Chassisnummern zu Gunsten der Zollgebühren war seinerzeit nicht unüblich.
Dieser BMW E90 WTCC aus dem Jahre 2006 leutete bei BMW in der WTCC die Era der Turbomotoren mit ein. Nach den wartungsintensiven Saugmotoren lautete die Devise: Downsizing durch Aufladung ohne Leistungsverlust. Peter Stox versteht es, den komplexen Wagen einzusetzen. Mit über 320 PS auf ca. 1.080 kg schaffte es Stox beim OGP aufs Treppchen.
Das Überauto: Ex Zakspeed Capri Turbo Gruppe 5 aus der DRM Saison 1980: 500 PS aus 1.740 ccm Hubraum - Turbo aufgeladen - bei lediglich ca. 900 kg Gewicht. Der Berliner Traditionsrennstall um Peter und Stefan Mücke setzten seit einigen Jahren den Maßstab im Historischen Motorsport und kultivieren wie kein anderes Team den Deutschen Motorsport durch seine Epochen und gehören daher zu den absoluten Lieblingen in der Szene.
Jedes einzelne Tourenwagen Golden Ära Autos erzählt seine eigene Story. Mit oder Ohne Werksgeschichte. Viele wurden nach ihrem Leben nach der Strassenverkehrsordnng in den 70er, 80er und 90er Jahren auf Hochleistung umgerüstet und führen nun ihr zweites Leben im Rallye, Berg und Rundstreckensport. Bei uns angekommen sind jetzt alle Teil der TWGÄ Famile! Wir freuen uns alle auf eines der schönsten Wochenenden des Jahres in SPA Francorchamops.