Nordschleifen Happy End | Sebastian Asch begleicht offene Rechnung aus dem Vorjahr und siegt im Saisonfinale 2025 souverän.

Ideale Kulisse für ein Saisonfinale. Spätsommerliche Temperaturen, Sonnenschein und die Atmosphäre eines Langstreckenkrimis auf der gefährlichsten Rennstrecke der Welt. Die 1000km am Nürburging bieten alles, was man sich als Rennfahrer wünscht. Fast 30 Golden Ära Teilnehmer stellen sich den Herausforderungen und dürfen sich am Ende zurecht als Helden fühlen. Wobei nicht alle die Zielflagge sehen. Die Grüne Hölle fordert wieder ihre Opfer und nimmt bereits im Zeittraining Samstagmorgens die ersten zwei Teilnehmer aus dem Rennen. Einem aber konnte auch der Ring diesmal nichts abringen: Sebastian Asch. Der sympatische Zakspeed Doppelchampion der GT-Masters gelingt der langverdiente Sieg mit seinem Ford Sierra RS500 aus dem Gruppe A Jahr 1990 vor den Augen von vielen Fans an der Strecke und auf den Tribünen. Gefeiert wurde bis spät in die Nacht. Wir kommen wieder!

Gesamtsieger 1000km Nürburgring Golden Ära:

P1 - Sebastian Asch - Ford Sierra RS500
P2 - Thomas Schmidt - BMW E36 M3 Gruppe N
P3 - Joachim Kiesch - BMW E36 M3 Gruppe A 

Ford vor BMW - so lautet das Gesamtpodium nach 96 km Nordschleife inklusive Einführungsrunde. Mit einer Qualizeit von 9:28 Min und einer beeindruckenden Bestzeit im Rennen von 9:06 Min gelang Sebastian Asch eine kleine Sensation. Die Qualifikationszeit reichte für die Zweitbeste Zeit am Wochenende überhaupt. Nur ein Porsche 911 RSR Gruppe 5 war schneller. Der Gesamtsieg der Golden Ära war somit hochverdient. Sebastian & Asch Family waren glücklich, zumal im Vorjahr das Rennen bereits in der Einführungsrunde gelaufen war. Ein schleichender Plattfuss zwang den Amerbucher damals früh zur Aufgabe.   

Thomas Schmidt war mit einer starken 9:35 MIn im Qualifying direkt hinter Sebastian Asch aus Reihe 1 gestartet und behielt seinen Platz bis ins Ziel. Auf einem bildschönen BMW E36 M3 Gruppe N angereist, demonstrierte der TWC Vizemeister von 2019 ganz zur Freude von Team GTS Motorsport und besonders Mama Sabine sein ganzes Können am Lenkrad. 

Joachim Kiesch war aus der 4. Reihe ebenfalls auf einem BMW E36 M3 gestartet und bot das Wochende über eine konstante Vorstellung. Der Nordschleifen Routinier belohnte sich am Ende mit starken Platz auf dem Stockerl. Im letzten Streckenabschnitt gelang es dem Wahlluxemburger, an dem bis dahin führenden Gesamtdritten Lukasz Rawecki vorbei zu gehen. Damit war das Podium mit einem Ford und zwei BMW komplett.  

Klassensieger DTM open:

P1 - Gerd Grundmann - BMW E30 M3 Gruppe H

Klassensieger DTM classic:

P1 - Sebastian Asch - Ford Sierra RS500

Klassensieger Early DTM:

P1 - Michael Menden - BMW E30 M3 Gruppe A
P2 - Andre Nösse - BMW E30 M3 Gruppe A
P3 - Haro Holzer - BMW E30 M3 Gruppe A 

Klassensieger WTCC:

P1 - Lukasz Rawecki - BMW E90 WTCC 

Klassensieger DRM 2L:

P1 - Jonas Remmele - Opel Kadett C Gruppe 4
P2 - Gerhard Füller - BMW 2002 Gruppe 4
P3 - Reiner Zimmermann - Opel Manta Gruppe H 

Klassensieger DTC:

P1 - Andrei Mannl - BMW E30 325i
P2 - Albrecht Kamenzine - BMW E30 325i Alpina
P3 - Ferdi Weischenberg - Mercedes 190E 2.5 16V

Klassensieger DTC open:

P1 - Thomas Schmidt - BMW E36 M3 Gruppe N
P2 - Joachim Kiesch - BMW E36 M3 Gruppe A
P3 - Victor Smolski - BMW E36 Gruppe H

Klassensieger TT:

P1 - Thomas Kleber - Nissan Skyline R32 GTR

Unsere Pechvögel:

Jens Weimann war mit Jule und Familie hoch motiviert angereist, um noch Punkte für die Meisterschaft zu sammeln und ein letztes Mal mit dem 8-Ventiler Motor an den Start zu gehen. Der ADAC Procar Profi kennt die Nordschleife in und auswendig und ist trotzdem ihren Launen erlegen. Auf der Grand Prix Strecke waren die Bedingungen ideal. Doch im Streckenabschnitt Bergwerk / Laudakurve bis hin zum Karussel konnte man die Streckenbedingungen durch den tiefen Sonnenstand schwer einschätzen. Als würde Öl auf der Strecke liegen, erlagen mehrere Piloten auf einmal den widrigen Bedingungen der bis dahin noch wenig befahrenen Strecke.

Jens, Profi durch und durch, nahm es sportlich gelassen: "Ändern kann man es jetzt eh nicht mehr" und machte sich auf in den Urlaub nach Kroatien. Geniesse es, Jens! Der schöne Escort muss bitte bis zum Saisonauftakt 2026 am Hockenheimring wieder am Start sein. Ein bisschen Arbeit wartet da bestimmt auf Dich aber Du packst das!

Dennis Voll und seinen wunderschönen "Jägermeister" BMW E36 Eigenbau kennt man bereits gut am Ring. Der 39 jährige BMW Fan aus Nombron streckte im Abschnitt Schwalbenschanz die Flügel, als sich ein Uniball-Gelenk vorne rechts löste und die Fahrt jäh stoppte. Bis dahin machte Dennis eine überzeugende Figur. Wir würden uns sehr freuen das Team in 2026 wieder am Start zu haben. 
PS: Danke an Rainer Dolle fürs Foto

Auch die Saison von Peter Rikli endete, wie sie begonnen hatte. Pech, Pech und nochmal Pech. Der Schweizer ex Profi und STW Meister des Vorjahres reist stets mit der größten und angenehmsten Entourage im Fahrerlager an und zählt zu den absoluten Perfektionisten auf und neben der Strecke. Aber auch im Finale ließ ihn die Technik im Stich und so stellte der sympathische Eidgenosse seinen Honda Accord nach der zweiten Runde nach Start und Ziel am linken Streckenrand ab. Kopf hoch, Peter!  

Der D(TC)-Zug war an diesem Wochenende angeführt von BMW E30 Fahrer Alexander Schmidt, dicht gefolgt von Ferdi Weischenberger, Albrecht Kamenzin und Stefan Klinkhammer. Doch Benzindämpfe aus der Kurbelwellenentlüftung machten dem sonst fast unschlagbaren BMW Piloten einen Strich durch die Rechnung. Alex stellte den schönen BMW 325i in Alpina Design in Runde 2 ab.    

Wir bedanken uns herzlich beim Veranstalter Henning Meyersrenken sowie Organisator Stefan Eckhardt von der Youngtimer Trophy, die mit dem 1000km Rennen ein absolutes Highlight in den Historischen Kalender gezaubert haben. Wer die Sportwagen im Historischen Fahrerlager gesehen hat, mit Klaus Ludwig, Kurt Ahrens, Eckhardt Schimpf und natürlich Roland Asch bei der Autogrammstunde, der weiß, dass dieses Format eine große Zukunft hat. Mit Livestream und einer Siegerehrungszeremonie, die jeden Fahrer verzaubert und wiederkommen lässt. Wir sind glücklich, dabei gewesen zu sein und freuen uns auf 2026! 

Genießt die tollen Bilder von Elfi Jung und Marc Boels:

Altfrid Heger wird mit Höchstpunktzahl Meister | Am 8.11. wird gefeiert im legendären Kesselchen | Historisches Fahrerlager Nürburgring
NEWS 2026 | Die GOLDEN ÄRA bringt zum 10-jährigen Jubiläum | mit dem CLASS-ONE Revival die DTM Boliden der Baujahre 1993-2020 zurück | Im eigenen Format